{"id":30171,"date":"2023-01-25T15:45:22","date_gmt":"2023-01-25T14:45:22","guid":{"rendered":"https:\/\/christian-public-affairs.org\/?p=30171"},"modified":"2023-03-29T12:54:03","modified_gmt":"2023-03-29T10:54:03","slug":"abtreibung-das-ungeborene-leben-braucht-einen-rechtlichen-schutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christian-public-affairs.org\/de\/abtreibung-das-ungeborene-leben-braucht-einen-rechtlichen-schutz\/","title":{"rendered":"Abtreibung: das ungeborene Leben braucht einen rechtlichen Schutz"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Die Position wird von den folgenden Organisationen unterst\u00fctzt: <\/em><\/strong><br \/>\n<strong><em><a href=\"http:\/\/www.each.ch\">Schweizerische Evangelische Allianz SEA-RES<\/a>, <\/em><\/strong><a href=\"http:\/\/www.freikirchen.ch\"><em><strong>Freikirchen.ch<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Stellungnahme f\u00fcr die Ablehnung der <a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20220432\">parlamentarischen Initiative 22.432<\/a> (Porchet) &#8211; &#8222;Eine Abtreibung sollte in erster Linie als eine Frage der Gesundheit betrachtet werden und nicht als Strafsache&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Seit der Einf\u00fchrung der Fristenregelung (2002) besteht zur Abtreibungsfrage der Status quo. Die Volksinitiative \u00abAbtreibungsfinanzierung ist Privatsache\u00bb ist 2014 gescheitert. Parlamentarische Vorst\u00f6sse, um das Gesetz zu versch\u00e4rfen (<a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20203301\">Motion 20.3301<\/a> \u2013 Von Siebenthal; <a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20203191\">Motion 20.3191<\/a> \u2013 Estermann) o. zu liberalisieren (<a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20204140\">Motion 20.4140<\/a> \u2013 Reynard), sind gescheitert. Der Verein Mamma lancierte Ende 2021 2 Volksinitiativen \u2013 die Unterschriftensammlung ist noch im Gange: <a href=\"https:\/\/lebensfaehige-babys-retten-initiative.ch\/\">Lebensf\u00e4hige-Babys-retten-Initiative<\/a>; <a href=\"https:\/\/einmal-darueber-schlafen-initiative.ch\/\">Einmal-dar\u00fcber-schlafen-Initiative<\/a>.<\/p>\n<p>Im Schweizerischen Strafgesetzbuch werden Schwangerschaftsabbr\u00fcche unter den Art. 118-120 behandelt. Sie sind unter folgenden Bedingungen nicht strafbar:<\/p>\n<p>&#8211; wenn innerhalb von 12 Wochen nach der letzten Periode: a) die Frau schriftlich geltend macht, sie befinde sich in einer Notlage, und b) der Abbruch von einem Arzt nach eingehendem Beratungsgespr\u00e4ch vorgenommen wird.<\/p>\n<p>&#8211; oder wenn a) er nach \u00e4rztlichem Urteil notwendig ist, damit b) von der schwangeren Frau die Gefahr einer schwerwiegenden k\u00f6rperlichen Sch\u00e4digung oder einer schweren seelischen Notlage abgewendet werden kann. [Unter diese Indikation f\u00e4llt auch die psychische Belastung der Schwangeren durch die Feststellung einer schweren Missbildung des F\u00f6tus.]<\/p>\n<p><strong>ZAHLEN (2021 &#8211; <a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/gesundheit\/gesundheitszustand\/reproduktive\/schwangerschaftsabbrueche.html\">BFS<\/a>)<\/strong><br \/>\n11\u2019049: Zahl der Abtreibungen in der CH (2021).<br \/>\n= 121 Schwangerschaftsabbr\u00fcche bei in der CH wohnhaften Frauen pro 1000 Lebendgeburten.<br \/>\n+\/- 550 Abtreibungen erfolgten nach der 12. Woche.<br \/>\nLaut Initiativkomitee erfolgen j\u00e4hrlich +\/- 100 Abtreibungen nach der 22. Woche.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Argumente gegen die Annahme der <a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20220432\">parlamentarische Initiative 22.432<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u2022 Das ungeborene Leben braucht einen rechtlichen Schutz<\/strong><br \/>\nEine Abtreibung ist nicht vergleichbar mit anderen medizinischen Eingriffen, weil hier zwei Lebewesen direkt involviert sind, n\u00e4mlich das Leben der Mutter UND das des Embryos (oder des F\u00f6tus), der innerhalb der Mutter ein eigenes Lebewesen ist. Illegale Schwangerschaftsabbr\u00fcche aus dem Strafgesetzbuch zu streichen, w\u00fcrde den rechtlichen Schutz des ungeborenen Wesens betr\u00e4chtlich schw\u00e4chen.<\/p>\n<p><strong>\u2022 Verantwortliches Verhalten f\u00f6rdern<\/strong><br \/>\nDie jetzige Gesetzeslage erinnert daran, dass ein verantwortliches Verhalten w\u00fcnschenswert ist und dass Abtreibungen keine Bequemlichkeitsl\u00f6sung werden sollen. Schon jetzt wird in der Schweiz jede 10. Schwangerschaft abgebrochen. Es sollen nicht noch mehr werden. Im Gegenteil: Es m\u00fcsste eigentlich das Ziel sein, die Zahl der Abtreibungen noch weiter zu verringern.<\/p>\n<p><strong>\u2022 Abtreibende Frauen werden nicht kriminalisiert<\/strong><br \/>\nDer gesetzliche Rahmen bietet gen\u00fcgend M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine schwangere Frau, die abtreiben m\u00f6chte, und wird grossz\u00fcgig ausgelegt. Ihre Selbstbestimmung ist damit jetzt schon gew\u00e4hrleistet, da bereits die jetzigen Bedingungen bloss eine sehr tiefe H\u00fcrde bilden. Somit kommt es auch kaum zu Verurteilungen.<\/p>\n<p><strong>\u2022 Sp\u00e4te Abtreibungen aufgrund des Geschlechts o. leichter Behinderung sollen verboten bleiben<\/strong><br \/>\nEine Abtreibung nach der 12. Woche wegen des Geschlechts des F\u00f6tus o. wegen anderer Merkmale, wie z. B. eine leichte Behinderung, sind heute keine valablen Gr\u00fcnde f\u00fcr einen Schwangerschaftsabbruch. Mit einer Liberalisierung des Gesetzes besteht das Risiko, dass zus\u00e4tzliche ethisch fragliche Motive zu sp\u00e4ten Schwangerschaftsabbr\u00fcchen f\u00fchren k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong>\u2192 Aus diesen Gr\u00fcnden empfehlen wir, die parlamentarische Initiative 22.432 abzulehnen.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Position wird von den folgenden Organisationen unterst\u00fctzt: Schweizerische Evangelische Allianz SEA-RES, Freikirchen.ch &nbsp; Stellungnahme f\u00fcr die Ablehnung der parlamentarischen Initiative 22.432 (Porchet) &#8211; &#8222;Eine Abtreibung sollte in erster Linie als eine Frage der Gesundheit betrachtet werden und nicht als Strafsache&#8220; Seit der Einf\u00fchrung der Fristenregelung (2002) besteht zur Abtreibungsfrage der Status quo. 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